Archive für September 2008

Das astrale Denk-Diktat.
Neues vom Orden des g. D. i. O. d. T.

Unter dem Titel: ‘Raphaels Vermächtnis - die Wahrheit über Gabriel‘ wurde hier über Erkenntnisse eines spirituellen Ordens berichtet. An das dort Gesagte schließt dieser Beitrag an. Dem Orden des g. D. i. O. d. T. zufolge gibt es im Astrale eine Manipulation am Schöpfungsstrahl, die den Menschen dazu zwingt, bestimmte Gedanken zu denken und andere Gedanken nicht denken zu können.

Der Orden hat ein ’senkrechtes Weltbild’: Alles Existierende ist eine Manifestation des Geistes. Die Materie wird also aus dem Geist heraus geschaffen. Auch der an Materie gebundene menschliche Verstand ist eine Entscheidung des Geistes.

In diesen menschlichen Verstand wird den Eingeweihten zufolge auf der Höhe des Astrale eingegriffen: Manche Gedanken werden aufgezwungen, andere verhindert.

Dies geschieht kollektiv. Nur wenigen Menschen gelingt es, sich den Einflüssen dieser Wahrnehmungs- und Denkmanipulation zu entziehen.

Dem Orden zufolge gibt es folgende Reihung:
Die erste Denkmanipulation findet statt, indem Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften voneinander abgespalten werden. Die nächste, indem innerhalb der Geisteswissenschaften die Religion von den anderen abgespalten wird.

Die Religion wird wiederum in unterschiedliche Konfessionen gespalten. Und den Vertretern der verschiedenen Konfessionen wird eingeimpft, sie seinen die einzigen legitimen Vertreter des wahren Gottes und ihr Religionsgründer sakrosankt.

Beispiele:
Einem Christen verbietet diese Manipulation die Frage: War Jesus immer Christus?
Einem Moslem verbietet sie die Frage, ob Mohammed doch nicht der Prophet war.
Einem Buddhisten, ob Buddha redlich war, wenn er seine Frau und seinen Sohn sitzen ließ.

Einem schulmedizinischen Psychiater verbietet sie die Feststellung,
daß eine Gotteserfahrung wahr ist - usf…

Soviel vom Orden des g. D. i. O. d. T.

Genie und Wahnsinn
– am Beispiel von John Forbes Nash

Der Mathematiker und Nobelpreisträger John Forbes Nash ist sicher ein Genie: Er hat mehrere zu den schwierigsten Problemen der Mathematik gehörende Aufgabenstellungen gelöst.

Er war aber auch ein Wahnsinniger: Die Psychiatrie hat ihm eine paranoide Schizophrenie attestiert, die ihn fast drei Jahrzehnte begleitete. Wer mehr wissen möchte, dem sei der Film „A beautiful Mind“ empfohlen der sich nahe am realen Leben Nashs bewegt.

Wie kam es, daß Nash in die Psychose glitt?

Folgendes ist wahrscheinlich: Nash wurde durch einen oder mehrere Aufträge des US-Geheimdienstes mit Verschwörungs- und Bedrohungstheorien vertraut.

Gleichzeitig fand in der Seele dieses intelligenten Mannes ab etwa seinem dreißigsten Lebensjahr„der natürliche Auftrieb des Unbewußten“ statt: Er berührte das individuelle und kollektive Unbewußte und machte es sich teilverfügbar. Der Prozess verlief nicht angstfrei.

In den unbewußten Schichten finden sich tatsächlich Hinweise auf eine Form von Bedrohung bzw. Verschwörung gegenüber Mensch und Menschheit, die weit über das Schicksal von National-Staaten hinausgeht. (Es gibt hierüber viel Literatur! Auf Nachfrage empfehle ich gerne Brauchbares.)

Doch Nash fehlten einerseits die Konzepte bzw. das Vorstellungsvermögen für Art und Ausmaß der wirklich existierenden Bedrohung sowie andererseits die Konzepte für wahre synchronizitäre Hinweise und deren richtige Entschlüsselung. Beides vollständig zu erarbeiten bzw. aufzufinden verhinderte seine Angst.

Deshalb blieb er in der Krankheit stecken und ‘verortete’ sein ‘Gefühl des Bedrohtseins’ in der ihm zur Verfügung stehenden Realität und das war in seinem Fall die US-amerikanische Welt des kalten Krieges.

Es ist offensichtlich, daß Nash krank war und sich irrte.

Es ist aber nicht richtig, daß die Psychiatrie, die seine Krankheit diagnostizierte, näher an der Realität war. Näher dran war Nash. Doch wie gesagt: Er hat die notwendige Erkenntnistiefe nicht erreicht. Auch die nötige seelisches Gelassenheit angesichts der Erkenntnisse nicht. Das ist das Tragische am Leben des Genies:

Näher dran und doch unendlich weit vom Ziel entfernt.

Anmerkung: Es würde zu weit führen, die antisemitischen Tendenzen Nashs zu thematisieren, doch auch sie sind mit dem hier skizzierten Erklärungsansatz erklärbar.

Die Vernutzung spiritueller Energien für falsche Zwecke

Der Fußballstar Maradonna hat sich nicht selten bekreuzigt, wenn er das Spielfeld betrat. Klinsmanns Architekt stellte Buddhas auf, „damit gute Energien fließen“. Zwei Beispiele, bei denen versucht wird, auf geistige Energien zurückzugreifen, um irdisch/materielle Ziele zu erreichen.

Ich sage es deutlich: Christus ist es völlig egal, ob ein Elfmeter ins Tor geht oder ein Spiel mit einem bestimmten Ergebnis beendet wird. Buddha ist es auch völlig egal, welchen Tabellenplatz ein Bayerischer Verein einnimmt.

Wir haben es mit zwei Fällen von Vernutzung des Geistes für materielle und egoistische Ziele zu tun. Ich bleibe beim Christentum (und beim Buddhismus), obwohl sich gleichgelagerte Fälle auch im Islam, dem Hinduismus, dem Judentum und allen anderen Konfessionen finden.

Bei einem solchen Ansatz bleibt die wesentliche Einsicht verschlossen: Es geht nie um das Ego. Es geht um das Selbst. Also um diese Wesensinstanz, in die Gott unser wahres Schicksal eingegossen hat und die wir auf dem eigentlichen Lebensweg verwirklichen sollen. Alles andere ist verkehrt.

Wir alle leben in einer beschädigten Seele, die ganz wesentlich an die Wünsche des Ego gebunden ist. Dies ist – im christlichen Sinn – eine teuflische Fessel. Im buddhistischen Sinn ist es immer noch eine Fessel.

Die Erfahrung des Ego und die Abhängigkeit von seinen Vorstellungen kommt daher, daß wir eine vom Weg abgekommene, eine gefallene Schöpfung sind. Also muß es darum gehen, die Schöpfung wieder auf Kurs zu bringen, und so auch das Zerrbild Ego durch das Ebenbild Selbst abzulösen.

Aus dem Selbst heraus zu beten für die Wiederherstellung einer gesunden Schöpfung und gesunder Seelen ist also richtig, auch wenn hierzu auf spirituelle Energien zurückgegriffen wird. Wenn wir aber aus dem Ego heraus für die Verwirklichung falscher Ziele beten, ist dies falsch.

Wenn Christus sagt:

Joh 16,23 et in illo die me non rogabitis quicquam amen amen dico vobis si quid petieritis Patrem in nomine meo dabit vobis 24 usque modo non petistis quicquam in nomine meo petite et accipietis ut gaudium vestrum sit plenum

(Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben. Bis jetzt habt ihr noch nicht in meinem Namen um etwas gebeten; bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.)“

meint er damit nicht, daß er ein beliebiger Wunscherfüllungsautomat ist, sondern er meint, daß seine Idee, nämlich die der Kurskorrektur hin zum Göttlichen verwirklicht werden wird, wenn für sie gebetet wird: Aus dem kranken Ego wird ein gesundes Selbst. Aus einer gefallenen Schöpfung wird wieder der Garten Eden.

Eine andere Interpretation würde bedeuten, daß sich Jesus geirrt hat. Aber das ist nicht so wichtig. Wichtiger ist, den Diegos und Jürgens dieser Welt das Aufwachen zu empfehlen, bevor sie zwischen Halbschlaf und Halbwissen den Geist fleddern.

Die Hexen-Priester-Kollusion

“Der Allzuheilige ist ein Feind der Tugend.” Laotse

Der nachfolgende Aufsatz stammt wesentlich aus dem Jahr 2004 und behandelt das Thema “der Schatten der Frau im Mann”. Die Erkenntnisse beruhen auf einer fast ein Jahrzehnt dauernden qualitativen empirischen Beobachtung sowie einer Vielzahl von tiefenpsychologischen Gesprächen mit Priestern und anderen Vertretern des vorgestellten Typus Mann wie Ärzten, Heilern usf.

Pragmatisch wurden verschiedene ganzheitliche und auch intuitive Verfahren zur Theoriegewinnung eingesetzt. Betrachtet wurden auch Brauchtum, Mythen, verschiedene Unterhaltungsmedien, Literatur usf.

Der Begriff Kollusion stammt ursprünglich aus dem Juristischen und bezeichnet das Zusammenwirken zweier (oder mehrerer) Personen, um einer dritten zu schaden. Im psychologischen Sprachraum wurde der Begriff Kollusion von Jürg Willi benutzt, der die tiefenpsychologische Konflikt-Dynamik von Paarbeziehungen so bezeichnete. In Willis Begrifflichkeit schaden die beiden Partner nach anfänglicher Attraktion sich schließlich gegenseitig.

Der hier verwendete Begriff der Hexen-Priester-Kollusion fußt auf dem ursprünglichen Begriff der Kollusion: Zwei schaden einem Dritten. Die Verwendung der provokativen Begriffe Hexe und Priester erfolgte, um deutlich zu machen, daß wir es hier mit einem archetypischen Grundthema zu tun haben.

Auch wenn die gegenstandsangemessenen Termini “Hexe” und “Priester” sehr treffend sind, lösten sie doch gelegentlich Betroffenheit aus. Im Sinne der Abbildungsschärfe ist es jedoch angemessen, sie beizubehalten.

Wichtige Annahmen sind der Psychologie C.G. Jungs entlehnt: Im kollektiven und im individuellen Unbewußten finden sich Seelenanteile, die negativ bewertet werden und deshalb verdrängt sind.

Diese Schattenanteile können bei einem Mann beispielsweise negative “männliche” Eigenschaften, wie körperliche Gewaltbereitschaft aber auch negative “weibliche” Schattenanteile (in der Anima), wie Neid oder Habsucht sein.

Der Vorwurf Frauenfeindlichkeit ist leicht zu entkräften, denn alles Angesprochene trifft auf die Menschheit als solche zu. Sowohl Männer als auch Frauen sind betroffen - über die jeweils geschlechtskomplementären Schattenanteile. Und: Dieser Artikel spricht von Männern.

Eine weitere Grundannahme ist die Existenz eines kollektiven seelischen Feldes, das nicht verkürzt als Metapher gedacht werden sollte, sondern mit einem physikalischen Korrelat. Dieses Feld enthält und vermittelt seelische Energien und Informationen.

Kommen wir zunächst zur Beschreibung des Priesters. Der Priester ist in diesem Modell ein Mann, der helfen will. Auf der bewussten Ebene typischerweise ein weicher, gefühlvoller Mensch, der über sich sagt: “Ich will ja nur helfen.”

“Meine Aufgabe ist, für andere dazusein.” Die bewußte Motivation nährt sich auch aus positiven typischerweise weiblichen Anteilen wie Wärme, Mitgefühl, Sensibilität usf. Die gewählten Berufe sind Priester, Psychologe, Ökobauer, Heilpraktiker, Arzt, Lehrer usf.

Jetzt zur Beschreibung des Begriffes Hexe. Die Empirie erbringt eine Vielzahl von Belegen für das Auftreten des Hexenhaften und Magischen in der Welt: Google ermittelt in 0,19 Sekunden knapp fünf Millionen Treffer für den Suchbegriff Hexe.

Aktuelle Kino- bzw. Fernsehfilme, viele Mythen, Märchen, das Brauchtum, eine Vielzahl von Songtexten drehen sich um Hexerei und das Magische. Dennoch ist das Wissen um die Wirksamkeit dieser Kraft verborgen und demzufolge vorwiegend im kollektiven und individuellen Unbewussten zu finden.

Der Begriff Hexe bezeichnet im Kollusions-Modell einen weiblichen Seelenanteil, der eine im magischen Denken verankerte Weltsicht hat: Die Welt kann durch Wünsche und Vorstellungen beeinflusst werden. Magie bietet eine Abkürzung zu erstrebenswerten Zielen an.

Gleichzeitig trifft diese magische Welt der Hexen auf mächtige Schattenanteile, wie Neid, Geiz, Wollust, Habgier usf. Eine ethische oder moralische Instanz, die das Einmischen in das Leben anderer verhindern könnte, fehlt fast völlig. Ebenso wie die Einsicht, daß magische Wege in der Regel Irrwege sind.

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Der Denk- und Fühlfehler des Franz Erdl

Franz Erdl – den kennen Sie vermutlich nicht. Ich bin dieser Tage auf seinen Namen gestoßen. Er hat bis vor einiger Zeit in München eine spirituelle Heilpraxis geführt und lebt jetzt ‘an der atlantischen Abrißkante’ in der Dominikanischen Republik.

Von dort aus betreut er per Fernwirkung verschiedene Suchende energetisch und vermittelt sein Weltbild als geistiges Koordinatensystem. Franz Erdl, der sich als Psi-Talent sieht, sagt: Die Welt ist eine manipulierte Welt. Von Außerirdischen wird in die Schöpfung eingegriffen. Er nennt drei Spezies: Die Grauen, die Reptiloiden und die Drakos.

Er sagt, daß diese Außerirdischen in die weibliche Energie eingegriffen hätten und so die Welt manipulierten. Diese ‘WE’ (weibliche Energie) sieht er als Allheilmittel und als Weg zurück zu einer vollständigen Seele und einem lebenswerten Leben.

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Sexualität zwischen Liebe und Geilheit

Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen gerichteter Sexualität und ungerichteter. Die erste Form meint einen anderen Menschen und ist eine Form von Kommunikation. Die sexuelle Appetenz ist von einem Gegenüber abhängig. Die zweite Form ist problematisch.

Zur Begründung verschiedene Grafiken, die aufzeigen, wie sexuelles Verlangen bzw. sexuelle Impulse entstehen. Grundlage ist ein psychoenergetisches Modell, wonach der ‘Mensch im Kosmos’ Energien aufnimmt, die sich je nach Rezeptor unterschiedlich auswirken.

Zunächst wird der Ideal-Fall dargestellt: Alle Rezeptoren sind frei von Blockaden – die Energie kann über das untere Feld eintreten und frei nach oben fließen. Dieser Mensch ist im Einklang mit sich selbst und im Einklang mit dem Kosmos (goldene Kugel).

Ein solcher freier Energiefluß ist die Ausnahme. Regelmäßig finden sich Blockaden, die die kosmische Energie aufstauen und zu nichtidealen Entladungen führen. Hier sind drei Fälle angegeben.

Wenn oberhalb des zweiten Rezeptors eine Blockade vorliegt, entsteht eine ungerichtete Erregung. Sie ist abhängig von endogenen Vorgängen und sowie von anonymen Außenreizen wie Pornographika oder aufreizender Werbung usf. Die Folge ist promiskuöse Sexualität oder Autosexualität.


Liegt die Blockade im dritten Rezeptor, wird Sexualität als Machtinstrument benutzt. Die Folge kann beispielsweise sein Frigidität, Impotenz, Verweigerung, Teasing oder auch aggressive Sexualität bis hin zu Sado-masochistischen Formen.

Ob der Machtaspekt eine passive oder aktive Variante annimmt, ist abhängig von der Beteiligung des zweiten Energiefeldes. Alle drei Darstellungen sind Beispiele für eine unausgereifte Form von Sexualität.

Es wurde bereits gesagt: Diese Sexualtät ist problematisch, denn es geht bei ihr nicht um die Bezogenheit auf ein Gegenüber, sondern um das egoistische Ausleben eines gestörten Energieflusses.

Nur, wenn die Energien bis zum Herz-Rezeptor fließen, ist ein Gegenüber überhaupt wahrnehmbar. Erst dann kann eine gerichtete Sexualität entstehen. Sie muß aber nicht entstehen. Es kann auch einfach eine seelische Begegnung bleiben, die im körperlichen keine Ausprägung sucht.

Fließen die Energien im Herzen über, können sie das zweite Rezeptorfeld auffüllen, es entsteht die ‘Lust aufeinander’. In diesem Abschnitt wird dies nicht weiter erörtert, doch je nach den Vorgängen in den oberen Rezeptoren kann diese ausgelebt werden oder nicht.

Nur soviel sei gesagt: Das tantrische „das Herz spürt was und der Unterleib auch“ ist noch lange kein Kriterium dafür, daß ein Ausleben richtig wäre und schon gar keines für vollendete Sexualität. Doch diese Kriterien werden hier nicht diskutiert, hier wurde nur die Bandbreite zwischen Liebe und Geilheit betrachtet.

Eine kosmogenetische Grundregel

Sicher kennen viele aus dem Biologieunterricht die biogenetische Grundregel (auch Rekapitulationstheorie genannt), wonach die Ontogenese die Phylogenese rekapituliert. Anders gesagt: Die Entwicklung des Foetus im Mutterleib spiegelt die Evolution wider.

Die Überlegung ist einhundertfünfzig Jahre alt stammt von Ernst Haeckel. Eines der Beispiele, mit denen sie in der Schule erklärt wurde, ist das Lanugohaar des Foetus, das noch vor der Geburt verschwindet.

Wissend, daß die Haeckel’sche Regel nicht vollständig akzeptiert wird, möchte ich hier eine ähnliche Überlegung anstellen:

Die Erfahrungen des einzelnen Menschen wiederholen dessen Anteil am Fall der Schöpfung.

Wenn man die Vorstellung Freuds (seelisches Erleben ist auf [früh]kindliche Konflikte zurückzuführen) und die von Grof (seelisches Erleben ist auf die Vorgänge beim Geburtstrauma zurückzuführen) extrapoliert, können wir die nachfolgende Überlegung gewinnen:

Sowohl die individuelle Traumatisierung durch die Geburt als auch die individuelle Neurotisierung bzw. Traumatisierung durch (früh)kindliche Erfahrungen sind auf die Erstursache Fall der Engel und die Folgeursache Fall der Menschheit zurückzuführen.

Beides, die kindliche und die geburtliche Traumatisierung bzw. Neurotisierung, sind demnach keine Ursachen für spätere Fehlentwicklungen, sondern Indikatoren für die eigene Verbindung mit dem Scheitern der gefallenen Engel und dem Scheitern des menschlichen Kollektives.

Ganz ruhig bleiben: Ich weiß schon, das Geschilderte ist kaum vorstellbar, aber es lohnt sich, vorurteilsfrei darüber nachzudenken. Wenn etwas dran ist an der kosmogenetischen Grundregel, ist die hier vorgetragene Überlegung ein ungeschliffener Diamant. Es ist Zeit, ihn aus der versteckten Mine zu bergen und zum Brillanten zu schleifen.

Erleuchtung und Wundertätigkeit

Erleuchtung wird in verschiedenen Kulturen und Religionen unterschiedlich definiert. Das hat zwei Gründe: Zum einen gibt es verschiedene Erleuchtungsstufen, die jeweils als die eigentliche und höchste Erleuchtung mißverstanden wurden. Zum anderen haben Nicht-Erleuchtete bzw. Nicht-Richtig-Erleuchtete ein richtiges Urteil verhindert und das Verständnis verfälscht.

Hier soll nicht erschöpfend auf die verschiedenen Definitionen eingegangen werden, sondern das Verhältnis von Erleuchtung und Wundertätigkeit betrachtet werden.

In einer Hindu-Meister-Reihe, die wiederum in einer übergeordneten Meister-Reihe aufgeht, wird gelehrt:

Erleuchtung ist diejenige Erfahrung, die zeigt, daß die Alltags-Wirklichkeit nicht die letzte Wahrheit ist.

Ihrzufolge ist Erleuchtung Entwicklung. Am Anfang des Prozesses wird der Erleuchtete mit einer ganzen Reihe von übermenschlichen Fähigkeiten in Berührung kommen. Doch dieses ganze Potential wird dort in Weisheit investiert.

Am Ende wird aus einem fehlgeleiteten Mensch ein weiser Mensch werden, der geringe oder keine übermenschlichen Fähigkeiten mehr hat (sie zumindest nicht einsetzt), der jedoch in der Lage ist, die echte Realität zu sehen bzw. zu erinnern. Als Weiser wird er er natürlich ein besonderes Maß an menschlichen Fähigkeiten haben und diese auch für die Menschheit einsetzen.

In der beispielhaft gewählten Tradition ist Wundertätigkeit also nur ein flüchtiges Stadium. Sie sagt: Wer an den übermenschlichen Fähigkeiten festhält, ist kein besonders hoher Erleuchteter, sondern viel mehr ein un- bzw. unterentwickelter Mensch, dessen Ego der Faszination der Magie erlegen ist.

Und mit Magie sind immer große Gefahren verbunden:
Wenn sie aus dem Ego kommt, ist Wundertätigkeit luziferisch.

Nebenbei: Man findet eine ähnliche Vorstellung nicht nur bei ausgewählten Hindus. Paulus berichtet in seinen Briefen bei der Beschreibung der Charismen (das sind solche besonderen Fähigkeiten) auch von einer Abnahme derselben.

Psychostasie und der Sinn des Lebens…

Psychostasie bedeutet allgemein: Die Betrachtung und Bewertung seelischen Lebens. In der ägyptischen Mythologie konkretisiert durch die Vorgänge beim Übertritt von diesseitigen in das jenseitige Leben. Toth und Anubis sowie 42 Totenrichter wägten in der Halle der Maat in der Stunde der Wahrheit das als Sitz der Seele geltende Herz ab und befanden über das weitere Schicksal des Jenseitsreisenden.

4 Hauptkriterien und 42 Nebenkriterien wurden beurteilt:

- Keine Manipulation von Menschen, keine Vorteile zu Ungunsten von anderen verschaffen
- Niemanden aus bösem Willen körperlich oder seelisch verletzen
- Kein Verstoß gegen die geistigen bzw. kosmischen Gesetze
- Kein Zuwiderhandeln, -denken, -fühlen gegen Gott

Die Nebenkriterien (das zu Vermeindende) waren

- Habgier
- Diebstahl
- Mord
- Physische Verletzung anderer
- Ausnutzung anderer
- Schädigung anderer
- Psychische Verletzung anderer
- Raub
- Wucher
- Neid
- Egoismus
- Lüge
- Beschimpfungen
- Verleumdungen
- Streit ohne Anlaß
- Prozesse ohne im Recht zu sein
- Terror
- Geschwätzigkeit
- Geschrei
- Belauschen anderer
- Lüge
- Frivolitäten aussprechen
- Arroganz
- Hochmut
- Hitzigkeit und Unbeherrschtheit
- Jähzorn
- Gewalttätigkeit
- Die Wahrheit nicht hören wollen
- Denunziation ohne Grund
- Anderen bewußt Schmerzen zufügen
- Andere hungern lassen, es sei denn es ist karmisch bedingt
- Mit Absicht Tränen verursachen
- Mißachtung der Hierarchien
- Unzucht
- Anderen zublinzeln und sie verführen
- Inzucht
- Machtausübung und Mißbrauch an Kindern
- Andere durch Arbeit ausnutzen
- Waisenkinder am Eigentum schädigen
- Unbedachtes Reden
- Taub sein gegenüber den Worten der Wahrheit
(Liste der Haupt- und Nebenkriterien nach Stelzl)

Wenn die Seele in von Toth, Anubis und den Totenrichtern festgelegter Weise die geistigen Gesetze befolgt und die Abweichungen (=Sünden) vom Ideal nicht begangen hat, wurde der Seele erlaubt, ins Jenseits hinüberzutreten.

Für die Ägypter war das diesseitige Leben also Prüfung für das jenseitige. Die selbe Vorstellung (und prinzipiell die selben Sünden) finden wir in der christlichen Vorstellungswelt.

Wir tun also gut daran, anständig zu sein - dann haben wir wahrscheinlich mehr vom Leben und sicher mehr vom Tod. Die Liste gibt uns eine gute Orientierung…

Der Heiler als Schwarzmagier

Hier spreche ich von Geistheilern. Also von Menschen, die für sich in Anspruch nehmen entweder selbst auf eine „höhere“ Kraft zugreifen zu können oder Kanal einer höheren geistigen Energie zu sein und diese Energie auch heilend einem Hilfesuchenden übertragen zu können.

Anders als die Schulmedizin stelle ich nicht in Frage, daß es diese Energie gibt. Ich stelle auch nicht in Frage, daß sie übertragen werden kann. Nach einem Jahrzehnt Erfahrung ist für mich klar: Derartige Energie n existieren und sie sind übertragbar.

Doch das folgende muß in den Fokus gerückt werden:
- Entspricht es den Gesetzen Gottes, diese Energie abzugreifen und zu vermitteln?
- Entspricht es diesen Gesetzen vielleicht nur unter ganz engen Bedingungen?
- Oder entspricht es ihnen gar nicht?

Das sind ganz heikle Fragen.
Immer wieder wird von Geistheilern darauf hingewiesen, daß körperliche Erkrankungen eigentlich seelische Erkrankungen sind und diese sich im Energiesystem (Aura, Chakras, Meridiane usf.) des Klienten ‘abbilden’. Von Verschmutzungen, Fremdenergien oder Energieblockaden wird berichtet.

Es gibt den Begriff des Schicksals. Das meint eigentlich, daß jeder Mensch einen Lebensweg hat, der von Gott stammt und der gegangen werden will. Das bedeutet, daß die Veränderungen im Energiesystem unser Schicksal sind, unsere Themen. Also etwas wie ein Pflichtenheft.

Was passiert mit uns und unserer Lebensaufgabe, wenn wir unsere Arbeit von anderen erledigen lassen? Und was passiert mit denjenigen, die unsere Arbeit freiwillig (wie viele ‘Heiler’) erledigen oder gezwungenermaßen (wie die ‘Hilfsgeister’, ‘Meister’, ‘Engel’ und ‘Heiligen’, die von den Heilern immer wieder angerufen werden)?

Magie bezeichnet ganz allgemein den geistigen Einfluß auf etwas Geistiges, Seelisches oder Körperliches. Insofern ist geistiges Heilen Magie. Schwarze Magie wird es genannt, wenn der geistige Einfluß außerhalb des göttlichen Willens liegt.

Wenn also ein Heiler eine Energieübertragung vornimmt, die außerhalb des göttlichen Willens liegt, dann ist er ein Schwarzmagier. Zu allen Zeiten haben sich Menschen den Kopf darüber zerbrochen (auch wenn es bevorzugt auch der Kopf des Gegenübers war), was denn nun der wahre Wille Gottes sei. Es ist also nicht so leicht zu beantworten. Dennoch werde ich im folgenden ein Beispiel nennen, das uns zu denken geben wird und das in diesem Fall die Frage beantworten wird.

Es gibt große Denker, die sagen: ‘Heilige’ sind Menschen, die einen unvollständigen seelischen Prozeß erlebt haben. Zum Beispiel sagt das Hildegard von Bingen. Sie sagt. Heilige haben nicht selten einen Schatten, den sie abgespalten haben statt ihn zu erkennen und zu transformieren. (Auf diesen Seiten finden Sie auch ein energetisches Modell zu diesem Thema.)

Ein depressiv ins Leiden gehender Heiliger hat beispielsweise den Schatten ‘Wut und Aggression’.

Die Alchemie eines C.G. Jungs beschreibt das selbe: Öffnet sich ein Mensch zum Himmel hin, wird zunächst die ‘Liebe der Venus’ aktiv. Gefühle von ‘Verschmelzung’ und ‘Einssein’ sowie ‘Leidensbereitschaft für andere’ entstehen in der sich entfaltenden Seele.

Im gleichen Maße aber lädt sich der unbewußte Schatten der selben Seele auf mit ‘Abgrenzung’, ‘Individualität’ und ‘Kampflust’, also den ‘aggressiven Qualitäten des Mars’. Je mehr Verschmelzung in der ersten Phase entsteht, desto mehr Abgrenzung entsteht in der zweiten.

Je mehr Liebe, desto mehr Wut. Besonders, wenn die Seele erkennt, daß sie ausgenutzt wurde in der ersten Phase, als sie stellvertretend für andere ins Leiden ging. Damit sind wir bei den verborgenen Wirkungen des geistigen Heilens.

Kommen wir zu einem konkreten Zitat eines Heilers:
„Wenn sich meine Hände zum höchstmöglichen Punkt gehoben haben, reichen sie in die Sphäre der Heiligen. Das ist die Meister oder Transformationsebene. … Hier kann alles Negative, Schädliche, Krankmachende, Ungesunde, jedes Suchtmuster, jedes Gierverhalten, jedes Hassgefühl, jede Wut, jeglicher Ärger, alle Trauer, jedwede Angst und eben auch das karmische Reaktionsmuster aus einem oder mehreren Vorleben in etwas Positives umgewandelt werden. Dazu sind die Heiligen da. Darin besteht ihr Job, und sie machen ihren Job nach meiner Erfahrung sehr gern. Man muss ihnen also nur die ganze Scheiße hochreichen und bekommt etwas ganz Tolles zurück. Richtig. So einfach ist das.“ O. Jenner

Es ist nicht nur die zynische Formulierung, die den ‘Heiler’ entlarvt. Mit dem vorausgehend beschriebenen Konsequenz- /Kausal-Modell betrachtet, kommen wir in den Bereich der Wahrheit. Insgesamt und auf lange Sicht geschieht das Gegenteil von Heilung.

Der Schatten der Heiligen lädt sich auf: Wut und Aggression und andere zerstörerische Effekte werden in die Seelen dieser Wesen geladen. Irgendwann entladen sich diese mit nichtgöttlicher Wirkung.

Das Schicksal auf der menschlichen Ebene wird durch einen magischen Akt verschoben und den Heiligen oder anderen höheren Wesen angelastet. Der Heiler wird reich, der Heilsuchende dreht Däumchen und der Heilige irgendwann mal durch.

Das kann nicht der Wille Gottes sein. Eine solche Intervention dient einer ganz anderen Macht.