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Archive für 28.1.2008
Borderline-Inszenierung
28.1.2008 von Ralf C Maucher.
Borderliner wollen das Gefühl der Macht. Ihr gilt das ganze häufig unbewußte Streben. Ein besonderes Gefühl der Macht gönnen sie sich durch das Säen von Zwietracht. Dieses Säen kann offen sein – oder auch ganz subtil. In der Gegenübertragung zeigt sich die subtile Saat an Botschaften, die auf den ersten Blick keine große Information tragen, die aber dennoch starke negative Gefühle auslösen.
Aber sehen wir uns ein offensichtliches Beispiel an, nämlich das besondere Geschick eines Borderliners zwei ansonsten friedliche Menschen gegeneinander aufzubringen. Hier das Beispiel: Der Borderlinder gibt A einen Geldbetrag zu einem bestimmten Zweck. Wenn der Borderliner Macht über A verliert, und der Versuch scheitert, sie wieder an sich zu reißen, weiß er, wie er sich rächen kann:
Er verspricht den Geldbetrag einem anderen, nämlich B und teilt diesem mit, er müsse den Betrag nur noch (schnell) vom A holen. Natürlich ist A nicht einverstanden, der Zweck war noch nicht erfüllt. Doch das hindert den Borderliner nicht daran, B zu erzählen, A verhindere, daß B sein Geld erhalte.
Daraufhin freut sich der Borderliner: Sein Machtspiel hat zwei anständigen Menschen negative Emotionen gebracht. Wenn diese beiden sich jetzt nicht kurzschliessen, um das Spiel zu entlarven (davon ist nicht auszugehen, schließlich hat der Borderliner eine Reihe weiterer Behauptungen säen können), wird der Borderliner noch eine ganze Zeitlang sein böses Spiel spielen können.
Das ist eine klassische Borderline-Inszenierung. Eine andere? Wenn der Borderliner eine Borderlinerin gibt es den triangulierten Klassiker: Zwei Männer, die sie gegeneinander ausspielt.
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