Archive für Januar 2008

Warum hat Gott das zugelassen?

Immer wieder begegnet mir diese Frage: „Warum hat Gott das zugelassen?“ Nicht selten im Nimbus flammender Aggression. Ich antworte dann, daß das gar nicht die richtige Frage ist, sondern die: „Warum hast Du das gemacht?“

Ich führe dann meist aus: „Wir kommen nur dann in die Heimat unserer Seele zurück, wenn wir aus dem vorwurfsvollen, ‘Ich bin nicht daran schuld, sondern jemand anders!’ herausfinden und unseren eigenen Anteil am Geschehen sehen.“

Auch hier ist die Wahrheit ganz einfach: Gott lebt mit und in einem System von Regeln. Gott hält sich an die Regeln, er kommuniziert die Regeln offen. Ein Aspekt des Regulariums ist der freie Wille. Es steht und stand jedem frei, sich innerhalb der Regeln oder außerhalb der Regeln zu bewegen.

Statt die Projektion und Verdrängung zementierende Frage zu stellen, „Warum hat Gott das zugelassen?“ ist es klüger, nachzuforschen, wo und wie man sich außerhalb der Regeln Gottes bewegt. Der Forscher-Blick muß weit und tief gehen, denn wir sind vernetzt in familiale und größere Seeleneinheiten. Außerdem sind wir mit der Vergangenheit verbunden.

Überall dort kann verborgen sein, was wir nicht sehen wollen, nämlich, daß unsere Situation von nichts anderem herrührt als vom eigenen Verhalten, von den eigenen Einstellungen. Oder erweitert: vom Verhalten und Erleben der größeren Seelenfelder, in die man eingebunden ist.

Es ist unser Versagen gegenüber der Schöpfung, unser Versagen vor Gott, das unsere Probleme verursacht. Also ganz deutlich: Wer die Frage „Warum hat Gott das zugelassen?“ stellt, wird hören müssen: „Gott muß es zulassen, aber Du brauchst es nicht zu tun.“

Schamanismus

Im Jahr 2000 war ich in Garmisch-Partenkirchen. Auf einem Schamanismus-Kongress. Mediziner und Psychologen bestaunten Schamanen und schamanische Rituale aus aller Welt. Damals habe ich bereits gewußt: An den beschriebenen Kräften und Welten ist etwas dran, sie sind real. Ich war auch bereit, Schamanen und Veranstaltern zuzubilligen, daß sie verstehen, was sie machen und zeigen.

Doch schon seit einiger Zeit ist mir klar: Dem ist nicht so. Schamanen arbeiten mit Kräften, die sie nicht verstehen. Und sie verfolgen in der Regel Ziele, die sie in der letzten Konsequenz auch nicht verstehen.

Es ist ganz einfach: Schamanismus greift auf niedere Energien aus dem unteren Astrale (im hier referierten Raphaël-St. Paulus-Modell heißt diese Ebene Matrix 4) zu und zaubert (!) mit prämateriellen Energien und Informationen herum. Diese Kräfte sind existent, sind jedoch nicht in der religio, also nicht in der Wiederverankerung im göttlichen Schöpfungsstrahl.

Wie gesagt: Schamanen handeln und wirken in der Regel ohne die notwendige Einsicht und mit fragwürdigen, genauer: dunklen Energien. Das kann nicht gutgehen. Darauf angesprochen, reagieren sie meist besserwisserisch und häufig aggressiv. Das macht ihre groben Verstöße gegen spirituelle Gesetze nicht besser.

Was ist zu tun, wenn jemand „schamanisch arbeitet“? Suchen Sie das Weite! Denn dieser Mensch wird Ihnen - vollständig betrachtet - schaden und nicht nützen.

Borderline-Inszenierung

Borderliner wollen das Gefühl der Macht. Ihr gilt das ganze häufig unbewußte Streben. Ein besonderes Gefühl der Macht gönnen sie sich durch das Säen von Zwietracht. Dieses Säen kann offen sein – oder auch ganz subtil. In der Gegenübertragung zeigt sich die subtile Saat an Botschaften, die auf den ersten Blick keine große Information tragen, die aber dennoch starke negative Gefühle auslösen.

Aber sehen wir uns ein offensichtliches Beispiel an, nämlich das besondere Geschick eines Borderliners zwei ansonsten friedliche Menschen gegeneinander aufzubringen. Hier das Beispiel: Der Borderlinder gibt A einen Geldbetrag zu einem bestimmten Zweck. Wenn der Borderliner Macht über A verliert, und der Versuch scheitert, sie wieder an sich zu reißen, weiß er, wie er sich rächen kann:

Er verspricht den Geldbetrag einem anderen, nämlich B und teilt diesem mit, er müsse den Betrag nur noch (schnell) vom A holen. Natürlich ist A nicht einverstanden, der Zweck war noch nicht erfüllt. Doch das hindert den Borderliner nicht daran, B zu erzählen, A verhindere, daß B sein Geld erhalte.

Daraufhin freut sich der Borderliner: Sein Machtspiel hat zwei anständigen Menschen negative Emotionen gebracht. Wenn diese beiden sich jetzt nicht kurzschliessen, um das Spiel zu entlarven (davon ist nicht auszugehen, schließlich hat der Borderliner eine Reihe weiterer Behauptungen säen können), wird der Borderliner noch eine ganze Zeitlang sein böses Spiel spielen können.

Das ist eine klassische Borderline-Inszenierung. Eine andere? Wenn der Borderliner eine Borderlinerin gibt es den triangulierten Klassiker: Zwei Männer, die sie gegeneinander ausspielt.

Lebensaufgabe

Sich sein und einzufügen,
das ist die eigentliche Lebensaufgabe.

Wahrheit, Liebe, Macht

Spirituell berufene Menschen sprechen gerne über die Liebe: „Alles ist Liebe.“ „Alles ist in der Liebe.“ Ein abschließender Briefgruß lautet nicht selten „Licht und Liebe“. Wenn für diese Menschen eine äußere Wahrheit dem liebevoll sentimentalen Anspruch entgegensteht, interessiert sie nicht, wird sie die Wahrnehmungsschwelle nicht überwinden.

Das ist traurig, denn die Liebe ist in der Wahrheit zu hause. Nirgendwo sonst. In der Lüge oder im Irrtum verkehrt sich die Liebe in ihr Gegenteil. Sie wird hier zu einer weiteren „Maske der Niedertracht“. Zum Machtinstrument.

Merke: Stell Dir die Frage, für welches verborgene Ziel ein Mensch Macht beansprucht, wenn er Dir die Liebe erklärt. Und stell Dir die Frage, was dieser Mensch vertuschen will. Kommt bei der Beantwortung dieser Fragen heraus, daß jemand nicht in den Blickwinkeln von Irrtum bzw. Interesse gefangen ist, freu Dich, denn dann seid ihr wirklich in der Liebe – umarmt Euch oder auch nicht – es wird nicht lange dauern und ihr hört den heimlichen Klang der Himmel.

Channeling

Probate spiritus si ex Deo sunt.
“Prüfet die Geister, ober sie denn von Gott kommen.” – Paulus

Wenn man die Seite des Internet-Handelsmoguls Jeff Bezos aufsucht und bei amazon den Begriff Channel(l)ing in das Suchfeld eingibt, so findet man etwa 50 Einträge. Doch es gibt eine weit größere Anzahl an Publikationen, die auf diesem Weg zustande kommen: Manche Verlage drucken fast nichts anderes, die Suchmaschine google hat 4.700.000 Treffer, YAHOO findet 7.910.000 Hinweise (Stand 6. Januar 2008, natürlich auch in anderem semantischen Zusammenhang).

Was bedeutet Channeling? Channeling bedeutet zunächst, daß ein Mensch eine Botschaft aufnimmt. Im weiteren, daß diese Botschaft auf einem anderen Weg als durch die Sinne aufgenommen wird. Sowohl Mitteilung als auch Quelle werden als wichtig eingestuft. Der Ursprung wird Wesen aus anderen Sphären zugesprochen: Gerne Engel oder Meister hoher spiritueller Vereinigungen. Empfänger und Sender stehen meist in einer besonderen Beziehung zueinander. Der Inhalt der Information ist in der Regel mit der Aufforderung verbunden, selbst zu handeln bzw. eine mehr oder weniger abgegrenzte soziale Bezugsgruppe zum Handeln zu bewegen.

Wie ist dieses Channeln zu bewerten? Zu so gut wie allen Zeiten haben Menschen davon berichtet, daß sich Wesen aus anderen Welten bei ihnen gemeldet haben. Tatsächlich gehen die meisten Religionen auf solche “Offenbarungen” zurück. Viele heilige Texte enthalten deshalb Hinweise auf Gesichte, Erscheinungen, bedeutungsvolle Träume usf.

Dieser Kommunikations-Kanal ist also seit Jahrtausenden bekannt. Die Frage, ob Channeln überhaupt möglich ist, erörtere ich nicht. Doch sie sei beantwortet: Es geht.

In Seinssphären, die sich einem weltverhafteten Menschen nicht ohne weiteres eröffnen, tummelt sich eine Vielzahl von mitteilungswilligen Wesen. Sie warten förmlich darauf, auf ein offenes Ohr (richtiger: außersinnliches Gehör) zu treffen, um ihre Mitteilung auf der Seinsebene der Menschen anzubringen.

Dabei müssen wir uns stets die Frage stellen: Dienen diese Durchsagen einer Verschleierung oder einer Entschleierung der Wirklichkeit? Ich sage es gleich vorneweg: Keiner der von mir betrachteten und überprüften Fälle war sauber bzw. fehlerfrei. Grundsätzlich können Abweichungen (oder Unaufrichtigkeiten) auf der Seite des Senders, auf dem Kanal oder auf der Seite des Empfängers liegen. Der beobachtete Bias setzte sich meist aus einer Mischung der drei zusammen.

In einem Fall (ich nenne noch keine Namen) werden zwei Wesenheiten gechannelt, was vom Medium aber nicht erkannt wird. So findet abwechselnd luziferisches, aber auch atlantisches Gedankengut in die empfangenen Bücher.

Das läßt sich sogar ganz leicht herausfinden: Seitenlang werden den Menschen Vorhaltungen gemacht über ihre verfehlte Existenz, diese stammen aus der Quelle eines, sagen wir, atlantischen Ethikers.

Aber genau so oft finden wir das Diktat, nicht werten zu dürfen, eine Handlungsanweisung, die vor allem Luzifer dient. Zur Verdeutlichung: Die atlantischen Vorhaltungen sind nicht nur Bewertungen, sondern regelrechte Urteile. Unser Medium verkauft seine Bücher übrigens als vom atlantischen Meister stammend. Lucifer wird nicht erkannt, auf diesem Auge herrscht magische Blindheit.

Ich selbst habe schwierige Lehrjahre hinter mich bringen müssen, um Ordnung in die auf die Menschheit niederkommenden hochfrequenten Botschaften zu bringen. Während dieser Zeit habe ich nicht selten etwa das folgende Muster sehen können:

Die Botschaften werden salbungsvoll vorgetragen. Formulierungen wie: „Meine geliebten Mitbrüder und Mitschwestern, seid versichert, ihr seid nicht alleine und werdet alle unermesslich geliebt.“ dienen als Einleitung und Schluß der Botschaft. Häufig entdeckt die Gemeinde der Jünger eine sehr „feine“, „liebevolle“, „lichthafte Energie“, die zusammen mit der Botschaft ausgestrahlt und aufgenommen wird.

Tja – ist das etwa wie bei der industriellen Katzen-Nahrung?: Einer minderwertigen Mischung von Schlachtabfällen und Stellmitteln werden ein paar Geschmacks- und Lockstoffe beigegeben, damit das Tier das Zeugs auch frißt.

Oder ist mehr dran? Ist es ein sicheres Kriterium, wenn „das Herz aufgeht“, während die Botschaft aufgenommen wird? An dieser Stelle muß leider etwas gesagt werden, das so gut wie niemand hören will: Die psychoenergetischen Vorgänge, wenn jemandem „das Herz“ aufgeht, sind:
Das vierte Chakra (Anahata) verliert an Blockaden und gewinnt an Energie.

Es ist eine energetische Veränderung. Mehr nicht. Das Motiv für diesen Energieeinsatz ist nicht festgelegt. Es kann hoch manipulativ eingesetzt werden. Etwa so, wie man in der Geschäftswelt dafür sorgt, daß Verhandlungen beim Essen stattfinden und der wohlig gefüllte Magen beim Gegenüber für Nachgiebigkeit sorgen soll.

Also: Aufpassen! Nicht jeder Paraklet meint es gut mit seinem Menschen. Nicht jeder Mensch versteht seinen Parakleten und wir alle leben in einer global gestörten hochfrequenten Welt.

Gnade und Gesetz

Der Unterschied zwischen dem alten und neuen Testament ist wesentlich der: Während im AT das Gesetz gilt (also jede Abweichung vom Göttlichen wird am jüngsten Tag bzw. beim Tod unumstößlich geahndet, ist im NT die Aussicht auf Gnade beschrieben: Bei diesem Konzept kann ein Fehlverhalten auch ohne (harte) Sanktion bleiben.

Ich hörte von einem katholischen Priester, einem Benediktiner: “Jesus ist mein Freund. Er hat für alle meine Sünden gebüßt - mir ist die Gnade Gottes sicher.” Das ist natürllich ein törichtes und falsches Verständnis der Gnade Gottes - und ein falsches Verständnis von Freundschaft ist es auch.

Richtig ist, daß es drei Wege gibt, in das eigene Schicksal zu finden bzw. in ihm zu leben.

- Der erste ist: Ein Mensch weicht nie vom Weg ab.

- Der zweite: Er ist abgewichen, hat aber aus freien Stücken zunächst erkannt, was falsch war und dann das Fehlverhalten (oder die falschen Einstellungen) abgestellt und alles getan, um jetzt das richtige zu tun.

- Der dritte: Er ist abgewichen und ohne Einsicht bzw. Selbstkritikfähigkeit auf dem falschen Weg weitergegangen. Jetzt kann sich das Schicksal melden und den Irrweg dieses Menschen von außen korrigieren. Zum Beispiel mit einem Schicksalsschlag.

Diese dritte Möglichkeit ist diejenige, wie sie das biblische Gesetz beschreibt. Andere Religionen sprechen von Karma. Das meint das selbe. Die zweite Möglichkeit ist der wahre Gnadenweg. Damit ist deutlich: Gnade ist nicht das, was unser Priester sich vorstellt. Ganz deutlich: Auch Gnade erfordert Mitarbeit. Zum ersten braucht man nichts zu sagen.

Aber zurück zum zweiten: Wir leben in einer Übergangszeit, in der manche Menschen aufwachen von einem uninspirierten schlafwandlerischen Dasein und klar und bewußt leben dürfen. Und da passiert jetzt etwas ganz besonderes:

Wir begegnen Menschen. Es sind konfliktbeladene Begegnungen. Begegnungen, die uns auf unseren Schatten hinweisen. Wir können jetzt leugnen bzw. projizieren oder arbeiten.

Wenn wir in diesem Prozeß nach den Regeln der Gnade unseren Schatten ansehen und klären, kommen wir der göttlichen Wirklichkeit immer näher und wir erfahren tatsächlich am Ende des Weges den Himmel. Wenn nicht, gibt es irgendwann nur noch den dritten Weg. Aus dem Einsichtsweg wird ein Leidensweg.

Nocheinmal für den genannten Priester: Gnade ist eine zweite Chance und kein Freispruch für alles und jeden. Ich erlebe zur Zeit viele Menschen, die diese zweite Chance, verlockt durch falsche Heilsversprechen, ungenutzt an sich vorbeiziehen lassen. Oder Menschen, die verstockt diese Chance und den Wandel nicht einmal erkennen. Das müßte nicht sein.

Spirituelle Gerechtigkeit

Viel Unrecht entsteht durch die willkürliche Beschränkung des Blickes auf eine dreidimensionale Sicht. (Wenn man die Zeit hinzuzieht, kommen wir auf eine 3+1-dimensionale Welt.) Gewöhnlich wird das Verhalten eines Menschen in den wissenschaftlich greifbaren Koordinaten von Raum und Zeit betrachtet. Doch das ist falsch.

An anderer Stelle werde ich mehr sagen über einen angemessenen 13-dimensionalen Ansatz, hier nur so viel: Wir brauchen tatsächlich (mindestens) dreizehn Dimensionen, die sich in 3 Matrizen gruppieren, um unser Erleben und Verhalten beschreiben und erklären zu können.

Beim Zusammentreffen von Menschen kommt es nämlich tatsächlich auf bis zu dreizehn Dimensionen zu Austauschprozessen. Ob es bei einer Interaktion zweier Menschen also gerecht zugeht oder nicht, kann also nur festgestellt werden in Kenntnis aller beteiligten Ebenen.

Einfach gesagt: Wenn wir bei der konventionellen Sichtweise bleiben, eröffnen sich uns das Geschehen in drei Raum-Dimensionen im Laufe der Zeit. Das sind insgesamt 4 Dimensionen. Auf den verbleibenden 9 Dimensionen bleiben wir blind.

Wir sind dringend darauf angewiesen, daß sich weise Menschen wieder um die Welt kümmern, damit endlich Licht in dieses Dunkel gebracht wird.

Erfahrung und Lehre

Die beste Lehre ist die Erfahrung. Die zweitbeste die bei einem Lehrer, der selbst erfahren hat. Doch was sehen wir: Die meisten Lehrer haben ihr Wissen aus wesentlich späterer als zweiter oder dritter Hand. Besonders traurig ist es bei den religiösen Disziplinen. Da erzählt jemand etwas über Gott, der zwar Kolloquien über systematische Theologie hinter sich hat, doch nie auch nur vom Atem eines Engels gestreift wurde. Das war einmal anders. Das sollte wieder anders sein.

Der spirituelle Blick

Der spirituelle Blick kennt drei Arten von Menschen:
- Die, die nicht hinsehen.
- Die, die hinsehen und nichts sehen.
- Die, die hinsehen und tatsächlich etwas sehen.

Bei der letzten Guppe gibt es wiederum eine dreifache Differenzierung:
- Diejenigen, die ausschließlich falsch sehen,
- diejenigen, die teilweise falsch sehen.
Logisch gibt es noch eine letzte, weitere Möglichkeit:
- Diejenigen, die richtig sehen.